Mittwoch, 04. Mai 2011

Die Geschichte der Kosmetik

Wir möchten heute damit beginnen Ihnen einen kleinen Überblick über die Geschichte der Kosmetik zu geben. In mehreren kleinen Teilen können Sie die historischen Hintergründe unserer Branche nachlesen und sich begeistern lassen, wie sich die Menschen schon seit Jahrtausenden mit der Schönheit beschäftigen.

    Der Begriff Kosmetik kommt aus dem Griechischen von „Kosmeo“ und bedeutet „schmücken“. Die Kosmetik beginnt dort, wo die Körperpflege über die Hygiene  (der Begriff lässt sich auf die griechische Göttin der Gesundheit „Hygiela“ zurückführen) hinausgeht. Die Kosmetik ist immer ein Bekenntnis zu einem beliebigen Schönheitsideal und damit auch eine Variante der Mode, die gemeinsam in verschiedenen Kulturgeschichten und –kreisen auftritt. Das Vorbild ist unterschiedlich und wird bestimmt von Land, Geschlecht, Religion, Klima usw.

    Bis zum 20. Jahrhundert bleibt es allerdings ein Privileg der Wohlhabenden und Reichen sich mit Kosmetik zu schmücken und zu pflegen.

    Die Ägypter (4000 – 300 vor Christus)

    Die Ägypterinnen pflegten ihren Körper sehr intensiv. Zum täglichen Programm der Körperpflege gehörten Bäder, Massagen, parfümierte Öle, Salbungen und Schminke. Vorgenommen wurde die Pflege der Damen durch spezialisierte Sklaven und Sklavinnen. Dies wurde durch überlieferte Papyrusrollen, Tontafeln sowie farbigen Darstellungen in den Tempeln, Grabkammern und den Pyramiden auch bewiesen.

    Zur Herstellung von Lidschatten kam Holzkohle oder Ruß zum Einsatz, für die Anbringung von Augenschminke verwendeten sie Henna, Malachit-Erz o. ä. Die Erze wurden zu Pulver zermahlen, mit Tierfett vermengt und anschließend aufgetragen. Durch die Beigabe von Blüten, Harzen und Baumrinden gelang es ihnen, verschiedene Öle mit unterschiedlichen Wohlgerüchen zu versehen. Die beliebten Gesichtsfarben wurden aus Henna, Eisenoxid, Malachit o. ä. angefertigt.

    Duftöle und ähnliches sind in Gefäßen und als Grabbeigaben belegt. Ob diese tatsächlich aufgetragen wurden oder nur in Räumlichkeiten aufgestellt wurden, ist nicht eindeutig erwiesen. Es berichten zwar griechische Historiker von der Herstellung von Duftölen und Parfüms (aus dem lateinischen „per fumum“ – „durch den Rauch“), allerdings beschränken sich deren Wiedergaben auf Ihre eigenen Epochen.

    Die alten Ägypter betrieben auch intensive Haarpflege. Dazu gehörte z. B. das Tragen von Perücken. Die Perücken wurden zu Locken zusammengeflochten und bestanden aus Menschenhaar oder Palmenfasern. Damit diese Perücken hielten, wurden sie in flüssiges Bienenwachs getaucht. Besonders Beamte, Adlige und Priester trugen feine Perücken zum Zeichen ihres Standes und ihrer Macht. Interessanterweise wurde menschliches Haar zu feinen Schnüren verarbeitet,  um Juwelenketten und ähnlichen Schmuck anzufertigen. Auch die tägliche Rasur gehörte zur Haarpflege und war bei Priestern sogar Vorschrift.

    Fortsetzung folgt ...

    Quellen: Internet: www.helles-koepfchen.de, www.gesundheit.de, www.kosmetik-ausbildungen.de